Weltreise #1 Costa Rica – Berge, Tanzkurse, Museen

Und am Elften Tag ruhte er von seinem Schaffen.

Julio Aranda im el Bosque del niño

Herzlich willkommen Weltreise,
am Ende des Blogs findest du Links zu alle möglichen Sachen, Bilder, Videos und Infos über die Berge, Events und was ich sonst so gesehen habe.

Ich könnte sooooo viel erzählen, in nur 10 Tage passierte so viel, dass ich wahrscheinlich 100 Seiten füllen könnte, mit mehr oder weniger interessanten Sachen für die einen oder anderen.

4. Januar, am Flughafen in Hamburg musste ich noch etwas organisieren, um überhaupt einzuchecken und um überhaupt die Reise starten zu können.

In San José Costa Rica um 6 Uhr angekommen war ich gegen 7:30 im San José Zentrum ohne zu wissen wie es weiter geht. Ich wusste nicht wohin, ich wusste nicht, wie es weitergehen wird. Denn meine Couch-Surfing Gelegenheit hat sich bis dahin noch nicht gemeldet und ich wusste nicht, wo ich schlafen werde.

Ich habe 400,- € in bar mitgebracht, wovon ich dachte, mindestens einen Monat Leben zu können, ohne die Überwachungskosten zu berechnen. Nach langen Spaziergängen mit viel Gepäck (zum Glück war ich vom Jakobsweg gewohnt, mit Gepäck zu laufen) organisierte ich mir doch eine Unterkunft in einem Hostel in dem ich 2 Deutsche auf der Straße erkannte und fragte, wo ich was bekommen kann. Das Lustigste war, diese waren aus der gleichen Stadt, wo ich in Deutschland wohne – HAMBURG! Derbe lustig.

Nach 2 Nächten im Hostel habe ich mir mein erstes Abenteuer gesucht, am Samstag den 7. Januar und eine Tour privat von jemand aus CouchSurfing organisiert zu einem 2.506 Meter hohen Berg. So wie ich damals den Jakobsweg in geringster weise organisiert habe, habe ich auch diese Tour organisiert. Ich fragte nichts außer was ich mitnehmen bzw. nicht mitnehmen sollte.

Sonst wusste ich nichts. Dieser Berg war nach dem Jakobsweg (300 Km von Portugal nach Spanien Laufen) das anstrengendste, was ich je gemacht habe. Mitten auf dem Berg wollte ich aufgeben, doch ich schaffte es bis zur Spitze, wo wir eine Nacht gezeltet haben. Es ist so schwer für mich, euch alles mitzuteilen, was ich erlebe. Denn bis jetzt waren erst 3 Tage vergangen und ich erlebe alles so jede Begegnung intensiv. Zum Beispiel die Abwesenheit von Sicherheit erlebe ich total intensiv, aber anders als in Deutschland. Es macht mir keine Angst, sondern viel mehr zeigt es mir einfach, dass ich nicht wirklich weiß, welche Richtung ich meinem Handeln geben möchte und es mir hilft, dabei ganz in der Situation einzufühlen, was ich wirklich möchte. Auf dem Berg lernte ich für mich den Unterschied von gefühlter und relativer Zeit.

Wir alle hatten einen kollektiven Moment, wo die Zeit für alle fast nicht mehr vorwärtsging. Wir hatten schon unsere Zeltlager aufgebaut, mehr oder weniger strukturiert und wir hatten einem Feuerplatz, der schon vorher dort stand. Als wir anfingen das Feuer zu machen, dachten die meisten an die Uhrzeit und nach kurzer Überlegung und Überprüfung der gemessenen Zeit, waren wir uns alle einig, es konnte nicht sein, dass es so früh war. Wir hatten alle eine gefühlte Zeit von 2 Stunden Unterschied zu realen Zeit. Also was war mit dem 2 Stunden passiert in uns, die anscheinen nur gefühlt vorüberging.
Seit wir die ersten Fotos bei der Ankunft gemacht haben, hatten wir unsere Handys angefasst. Wir hatten Musik und wir hatten uns nur auf die Aufgaben konzentriert, die wir erledigt haben. Beim Feuer merkten wir alle wie viel Zeit vergeht, wenn wir „immer mal“ auf dem Handy schauen. Mal dieser, mal jene Nachricht antworten bzw. einfach mal schauen, was bei den anderen in den „sozialen Netzwerken“ abgeht. Gefühlte 2 Stunden hatten wir zu Verfügung, die wir so nutzen konnten. Die Zeit nutzen wir auch, um das Feuer anzuzünden, denn es war alles feucht. Doch wir schafften es und es war ein magisches Abenteuer auf dem Berg Dragon.

Die ersten 2 Tage fühlte es sich so an als würde ich gar nicht richtig Anschluss finden. Ich war so  ungeduldig und obwohl es in dem Hostel echt cool war, (Internationale Leute, mit denen ich nette Gespräche  und coole Geschichten hatte), war es nicht das, was ich für die Reise fühlte.

Nach der Tour auf Berg Dragon aber traf ich auf 10 Leute, die sich vorher nicht kannten und nach dem Berg als „Freunde“ runter stiegen. Hier begann endlich die Reise, die ich in Deutschland fühlte.
Nach dem Berg durfte ich gleich bei einem der Teilnehmer (Cesar) einziehen und ein paar Tage bleiben. Während diese Zeit traf ich weiter andere Tour-Teilnehmer, organisierte ein Salsa Kurs am Montag und Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag, die ich mit weiteren Tour-Teilnehmer verbrachte. Ich besuchte selbst Tanzkurse, spielte Capoeira mit jemanden, der sich dann seine Schulter auskugelte und von einer Ambulanz abgeholt werden musste. Ich wurde eingeladen, den Wald der Kinder (el bosque de los niños) zu besuchen, der ebenso auf eine Hohe von ca. 2.000 Meter lag. Dort besuchten wir einen kleinen Wasserfall. Der verrückte Freund von Elena tauchte in das heftig lalte Wasser – als Latino eine Megaleistung ;). Ich organisierte auch einen „privaten Tanz Unterricht“ für 3 Tour Teilnehmer, die gerade richtig gute Freunde wurden und wir hatten eine schöne Nacht.

Gestern hatte ich dann nach 10 Tage mein erstes Massen-Event in Costa Rica. Tausende Menschen gingen zu einem Open Air-Platz, wo zurzeit eine 2 wöchige Konzertreihe stattfindet. Auf dem Gelände kommt man kostenlos rein und dort ist es wie auf einer Kirmes oder für die Hamburger „Der Dom“.

Wir kamen ca. 18:30 an und um 20:30 war ich schon total müde von so viel Tanz und Essen, aber es war noch lange nicht fertig. Um 0 Uhr hatte ich dann meinen Tiefpunkt. Ich saß nur da und hoffte, dass das Konzert gleich zu ging und unser Bus fuhr. Aber plötzlich kam Bachata und ich bin aus dem Reich der  Toten auferstanden 😛
Als wir fertig waren mit dem Tanzen, merkte Jarli (ein Brasilianer mit norwegischen Namen)
an: ´“ O Shit das Konzert war zu Ende“ und unsere Bus sollte unmittelbar danach fahren.
In der Eile irrten wir erstmal rum bis wir die Straße fanden (ca. 4 Blocks weiter), wo der Bus sein sollte. Wir hatten so viel Glück, wir kamen an, fanden unseren Platz und schon fuhr der Bus los.
 
In dieser kurzen Zeit passierte so viel. Das meinte ich anfangs mit Beginn des Berichts. Jeden Tag sind so viele Erlebnisse. Jetzt würden vielen denken, dass ich das gefunden habe, was ich auf diese Reise suchte. Aber diese Reise ist keine Suche nach meinem Selbst oder nach irgendetwas… Es ist viel mehr der Beweis, dass du das alles auch in deiner Region, wo du wohnst, erleben kannst…

Denn das was ich hier erlebe, erlebte ich auch in Deutschland. Ich muss nicht reisen, um das alles zu erleben. Ich empfehle dir, breche aus deinem Alltag aus, besuche neue Naturplätze, besuche Events, wo du neue internationale Leute kennenlernen kannst. Organisiere Treffen mit Freunden, so das auch deine Freunde sehen können, welche Leute du noch so kennst. Laufe mal einfach ein anderen Weg zum Einkaufen, nehme mal anstatt die U-Bahn den Bus, den  du nie genommen hast. Das Abenteuer lauert vor der Tür.

Auch hier versuche ich dieses Verhalten meinen costa-ricanischen Freunden zu zeigen. Wenn wir mal irgendwohin laufen, sage ich zu denen, lass mal hier laufen. Dann sagen die „Nein“, hier kenne ich den Weg besser. Und dann sage ich denen „Genau“ und jetzt entdecken wir ein neuer Weg. Ihr glaubt nicht wie häufig diese erstaunt sind was sie in ihrer näheren Umgebung noch nie gesehen haben.

Was ich gesehen habe:
Wikipedia:
Nationalmuseum von Costa Rica

Bilder:
Cerro  Dragon (Berg)
Bosque del Niño
TanzKurse in San Jose

Wie die Meisten von euch wissen, Reise ich ohne Finanzielle Polster,
ich kann mir die Reise „eigentlich“ garnicht leisten, aber mit Couchsurfing,
und spenden komme ich gerade über die Runde.
Es gibt eine Initiative von Leuten die mich Finanziell unterstützen,
Jeder überweißt mir 1€ Pro Monat wenn auch du mich Unterstützen Möchtest,
schreibt mir per Facebook  Julio Aranda oder per Email 

„Glück erlebt, wer die Aufmerksamkeit auf etwas Angenehmes richtet“

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lade bitte Deine Freunde ein, meine Seite kennen zu lernen.

Julio Aranda

 

 

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